Was ist ein virtueller Showroom?
Ein virtueller Showroom zeigt Produkte in einem Raum statt in einer Liste. Besucher bewegen sich durch diesen Raum, sehen Produkte im Zusammenhang und öffnen Details per Klick. Der Begriff deckt dabei sehr Unterschiedliches ab:
- 360°-Rundgänge aus Fotos eines echten Geschäfts – realistisch, aber aufwendig zu erstellen und schnell veraltet, sobald sich das Sortiment ändert.
- Individuell gebaute 3D-Welten von Agenturen – eindrucksvoll, aber meist ein Projekt über Wochen und ohne Verbindung zu Preisen und Warenkorb.
- Datengetriebene 3D-Showrooms, die aus den Produktdaten des Shops entstehen und sich mit ihm aktualisieren. In diese Kategorie gehört Flanier.
Synonym spricht man auch vom digitalen Showroom, vom 3D-Showroom oder – wenn man sich frei darin bewegen kann – vom begehbaren Showroom. Gemeint ist immer dasselbe Ziel: ein Sortiment so zu zeigen, wie man es in einem Laden oder einer Ausstellung erleben würde.
Wofür ein Showroom gut ist
Ein Raster ist ideal, wenn jemand genau weiß, was er sucht. Ein Raum ist besser zum Stöbern: Er zeigt die Breite eines Sortiments, setzt Marken in Szene und lädt zum Verweilen ein. Typische Einsätze sind Neuheiten und Kollektionen, Sortimente mit starker Markenwirkung (Mode, Möbel, Design) und Händler, die ihr Ladengeschäft auch online erlebbar machen möchten.
Ehrlich gesagt: Für einen Shop mit wenigen, rein funktionalen Produkten, die über die Suche gefunden werden, bringt ein Showroom wenig. Er ergänzt den Shop, er ersetzt keine gute Suche und keine klare Kategorieseite.
Virtuelle Ausstellung von Produkten: so sieht das aus
In einem Flanier-Showroom werden die Kategorien deines Shops zu Bereichen eines Raums – Leuchten in einer Ecke, Textilien in der nächsten. Produkte stehen im Rondell-Regal, auf Sideboard oder Theke, hängen an Wand oder Haken, je nachdem, was sie sind – große Kategorien blättert man im Rondell einfach weiter. Besucher tippen Wegpunkte am Boden an, gehen von Bereich zu Bereich und öffnen ein Produkt per Klick: Bild, Preis, „In den Warenkorb“, „Zur Produktseite“. Dazu kommen sechs Raumvorlagen – Halle, Galerie, Boutique, Küche, Wohnen und Im Freien –, jeweils hell oder dunkel, in deinen Markenfarben.
Wer ein Ladengeschäft hat, kann bis zu drei Fotos davon hochladen; das erste hängt im Showroom an der Stirnwand, und Markenfarben werden aus den Fotos abgeleitet. Wie das in der Praxis wirkt, zeigt die Live-Demo.
Fünf Kriterien bei der Auswahl
1. Aktuelle Daten
Ein Showroom mit falschen Preisen schadet mehr, als er nützt. Achte darauf, dass Produkte, Preise und Verfügbarkeit automatisch aus dem Shop kommen – bei Flanier stündlich und auf Knopfdruck aus Shopify, Shopware, WooCommerce oder einem Google-Feed.
2. Echter Warenkorb
Der Raum muss zum Kauf führen, nicht von ihm weg. Ideal ist ein Knopf, der direkt in den Warenkorb des Shops legt, sodass Checkout und Zahlarten unverändert bleiben.
3. Mobilgeräte
Ein großer Teil der Shopbesuche kommt vom Handy. Steuerung per Antippen und Wischen, kurze Ladezeiten und eine Listenansicht als Ausweg sind Pflicht.
4. Datenschutz
Ein eingebetteter Showroom läuft auf deiner Seite. Setzt er Cookies oder Tracker von Drittanbietern, betrifft das deine Einwilligungsabfrage. Flanier setzt keine Cookies und speichert keine IP-Adressen; gehostet wird in Deutschland.
5. Messbarkeit
Ohne Zahlen bleibt ein Showroom eine Vermutung. Wichtig sind Besucher, geöffnete Produkte, Warenkorb-Klicks und vor allem der zugeordnete Umsatz.
Was ein virtueller Showroom kostet
Individuelle 3D-Projekte werden in der Regel als Projekt nach Aufwand angeboten. Datengetriebene Showrooms rechnen meist monatlich ab. Flanier kostet nach 14 kostenlosen Tagen 49,99 € im Monat (zzgl. MwSt.), ohne Umsatzbeteiligung – Preise im Detail.
Virtueller Showroom oder virtueller Messestand?
Beide Begriffe werden oft in einem Atemzug genannt, lösen aber unterschiedliche Aufgaben. Ein virtueller Messestand ist meist an eine Veranstaltung gebunden: Er lebt von Terminen, Live-Gesprächen, Videocalls und Lead-Formularen und ist nach der Messe vorbei. Ein virtueller Showroom ist dauerhaft geöffnet, hängt an deinem Sortiment und führt direkt zum Kauf.
Flanier ist ein Showroom, keine Messeplattform: Es gibt keinen Live-Chat, keine Videoberatung und keine Lead-Erfassung. Wer nach einer Messe aber einen Ort sucht, an dem Kunden das gezeigte Sortiment das ganze Jahr über ansehen und bestellen können, ist hier richtig – etwa mit einem eigenen Showroom für Fachhandel und Großkunden.
Nach Shopsystem
- 3D-Showroom für Shopify – ohne App, Warenkorb direkt im Shop
- 3D-Showroom für Shopware 6 – über die Store-API
- 3D-Showroom für WooCommerce – ohne Plugin
- Jeder andere Shop – über einen Produktfeed (Google-XML, CSV oder JSON)