Fünf Formen der 3D-Produktpräsentation
„3D im Shop“ kann sehr Unterschiedliches heißen. Die Formen unterscheiden sich darin, was sie zeigen – ein einzelnes Produkt oder ein Sortiment – und was du dafür liefern musst.
| Form | Zeigt | Braucht |
|---|---|---|
| 360°-Ansicht | ein Produkt, rundum gedreht | Fotoserie (oft 24–72 Bilder) je Produkt |
| 3D-Viewer | ein Produkt, frei drehbar und zoombar | 3D-Modell (z. B. GLB) je Produkt |
| Augmented Reality | ein Produkt im eigenen Zimmer | 3D-Modell in echter Größe, AR-fähiges Handy |
| 3D-Konfigurator | ein Produkt in allen Ausführungen | Modell mit Varianten-Logik, meist Projekt |
| Begehbarer Showroom | ein Sortiment im Raum | Produktbilder genügen, Modelle optional |
Einzelprodukt oder Sortiment?
Die ersten vier Formen gehören auf die Produktseite: Sie beantworten die Frage „Wie sieht dieses Teil genau aus?“. Das lohnt sich vor allem bei Produkten, deren Form, Material oder Größe man auf einem Foto schlecht einschätzt – Möbel, Leuchten, Schuhe, Technik.
Ein begehbarer Showroom setzt eine Ebene früher an: Er zeigt, was es überhaupt gibt. Kategorien werden zu Bereichen, Produkte stehen nebeneinander und im Zusammenhang. Das hilft beim Stöbern und bei Sortimenten, die von der Markenwirkung leben. Beide Ansätze schließen sich nicht aus – sie ergänzen sich. Mehr dazu im Ratgeber virtueller Showroom.
Woher die 3D-Modelle kommen
Für 3D-Viewer, AR und Konfigurator ist das Modell der Aufwand, nicht die Technik. Übliche Wege sind:
- CAD-Daten des Herstellers, für das Web vereinfacht und mit Materialien versehen,
- Fotogrammetrie oder 3D-Scan – viele Fotos eines echten Produkts werden zu einem Modell verrechnet,
- Modellierung durch einen 3D-Artist, bei einfachen Formen schnell, bei Stoffen und Details aufwendig,
- Bild-zu-3D-Dienste, die aus wenigen Fotos ein Modell erzeugen – mit stark schwankender Qualität.
Für das Web zählt vor allem die Dateigröße: Ein Modell, das am Handy erst nach Sekunden erscheint, schadet mehr, als es nützt. Gängiges Format ist GLB (glTF als eine Datei), für AR auf Apple-Geräten zusätzlich USDZ.
3D-Präsentation ohne 3D-Modelle
Genau hier setzt Flanier an: Der Showroom entsteht aus den Produktbildern, die dein Shop ohnehin hat. Bilder mit weißem oder hellem Hintergrund werden automatisch freigestellt, bereits transparente Bilder auf den Inhalt zugeschnitten, und je nach Produkt landen sie in einem Rondell-Regal, auf Sideboard oder Theke, im Wandregal, an der Wand oder am Haken. So steht ein ganzes Sortiment im Raum, ohne dass ein einziges Modell gebaut werden muss.
Hast du für einzelne Produkte schon ein 3D-Modell, kannst du es als GLB-Datei hinterlegen – dann steht dort statt des Bildes das Modell im Raum. Erlaubt sind eigenständige GLB-Dateien bis 25 MB ohne Draco-, KTX2- oder Meshopt-Komprimierung. Produkte ohne Modell zeigen weiter ihr Bild.
Was Flanier nicht ist: kein AR-Viewer und kein Produktkonfigurator. Wer sein Sofa in allen Stoffen drehen lassen will, braucht dafür ein eigenes Werkzeug auf der Produktseite.
Worauf es bei jeder Form ankommt
Ladezeit am Handy
3D ist schwerer als ein Foto. Gute Umsetzungen laden erst, wenn sie gebraucht werden: Der eingebettete Flanier-Showroom lädt erst, wenn er in Sichtweite kommt, als schwebender Knopf erst beim Öffnen.
Ein Weg zum Kauf
Eine Präsentation ohne Warenkorb ist ein Prospekt. Bei Flanier legt „In den Warenkorb“ den Artikel direkt in den Warenkorb von Shopify, Shopware oder WooCommerce.
Aktuelle Daten
Preise und Verfügbarkeit müssen mit dem Shop übereinstimmen. Flanier gleicht stündlich ab und auf Knopfdruck sofort.
Messbarkeit
Ob sich 3D lohnt, zeigen nur Zahlen: Wie viele Besucher öffnen Produkte, wie viele legen in den Warenkorb, wie viel Umsatz kommt zurück? Wie du das sauber misst, steht im Ratgeber Conversion im Online-Shop steigern.